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Effizienter vom Entwurf bis zur Produktion
Das neue Fassadensystem besteht aus einem Omega-Profil, das quer durch die bestehende Fassade an der HSB-Innenwand verankert wird. Daran werden die Fassadenkassetten befestigt.

Effizienter vom Entwurf bis zur Produktion

Intelligente Fassadenlösung für das Alfa-College

Das Alfa-College in Groningen hatte mit ernsthaften Sicherheitsproblemen zu kämpfen. Bereits seit 2015 lösen sich die geklebten Fassadenplatten. Als Notlösung wurden Sicherheitsnetze angebracht, die verhindern, dass Passanten von herabfallenden Trümmerteilen getroffen werden. Metaalbouw TSV arbeitet nun an einer zukunftssicheren Lösung, bei der die Fassade sozusagen mit Aluminium-Verbundkassetten „eingepackt“ wird. Für die Planung dieses neuen Fassadensystems nutzte das Unternehmen HiCAD, wodurch die Umsetzung vom Entwurf bis zur Fertigung drastisch beschleunigt und vereinfacht werden konnte.

Effizienter vom Entwurf bis zur Produktion 1
Um Wiederholungen im Fassadenbild zu vermeiden, verschieben sich die Muster subtil von links oben nach rechts unten. Auch diese Anordnung wurde in HiCAD in 3D ausgearbeitet.

Die größte Herausforderung lag zu Beginn des Projekts, erzählt Aron Strengholt von Metaalbouw TSV. ‘Gemeinsam mit dem Bauunternehmen Jorritsma und Aas Architecten wurde nach einer ästhetisch ansprechenden Lösung gesucht, die nicht nur sicher ist, sondern sich auch effizient produzieren und montieren lässt. An der bestehenden Fassade darf jedoch nichts verändert werden. Sollten sich also die ursprünglichen Fassadenplatten in Zukunft vollständig lösen, muss die neue Kassettenkonstruktion diese Belastung auffangen können.“

Parametrisches Design

Das neue Fassadensystem besteht aus einem Omega-Profil, das quer durch die bestehende Fassade an der HSB-Innenwand verankert wird. Daran werden die Fassadenkassetten befestigt. “Aus flachen Aluminium-Verbundplatten werden die Bauteile gefräst, gebogen und zu kompletten Fassadenkassetten mit integrierten Befestigungsprofilen zusammengebaut”, erklärt Strengholt. Die Kassetten variieren zwar in ihren Abmessungen, sind aber im Grunde identisch und weisen eine subtile Knickung auf, die für ein dynamischeres Fassadenbild sorgt. “Das Schöne an HiCAD ist, dass wir die gesamte Fassade ausgehend von der ersten Entwurfsdatei parametrisch aufbauen und direkt mit unseren Fertigungsmaschinen verknüpfen können”, sagt Ingenieur Kevin Kartodirijo.

Kontinuierliche Optimierung

Wo normalerweise mehrere Softwarepakete und Datenübergaben erforderlich sind, bleibt hier alles innerhalb eines einzigen Softwaresystems. Strengholt: “Das verhindert Interpretationsunterschiede, minimiert Fehlerkosten und ermöglicht schnelle Optimierungen, sogar noch während der Ausführung. Bei der Montage stellte sich beispielsweise heraus, dass eine bestimmte Lasche nicht ganz optimal passte. Wir haben das Detail sofort in der Quelldatei in HiCAD neu entworfen, in der Produktion getestet und anschließend automatisch auf die gesamte Fassade übertragen. Und damit auch an die Maschinen in der Fertigung. HiCAD-Module wie ”Profile Installation“ und „Alucobond“ erleichtern die Konstruktion erheblich. Vom Entwurf über die Arbeitsvorbereitung bis hin zur Produktion ist alles enthalten.“

Montagenummerierung

Die Fassade ist in Felder unterteilt, die jeweils mit einem spezifischen Muster versehen sind. “Um Wiederholungen im Fassadenbild zu vermeiden, verschieben sich die Muster subtil von links oben nach rechts unten. Auch diese Aufteilung wurde in HiCAD in 3D ausgearbeitet, einschließlich der Nummerierung aller Montagepositionen. Die kompletten Kassetten werden anschließend in Kisten zur Baustelle transportiert, wo unsere Montageteams sie wie eine Art ‘Zug’ hintereinander auf der Unterkonstruktion aus Omega-Profilen installieren. Da die Fertigungs- und Montagezeichnungen aus demselben digitalen Modell stammen, passen die Teile exakt zueinander. Pro Fassadenfeld werden die Schraubverbindungen vor Ort geprüft, um sicherzustellen, dass die Unterkonstruktion über eine ausreichende Tragfähigkeit verfügt.” Metaalbouw TSV hat Ende November letzten Jahres mit der Montage vor Ort begonnen. Diese erfolgt schrittweise und wird voraussichtlich bis Ende 2026 andauern. Das Projekt zeigt, wie die Planung mit integrierter Software wie HiCAD zu einer wesentlich effizienteren Umsetzung vom Entwurf bis zur Fertigung führt.

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