Eine Zugangstür ist heutzutage nicht mehr nur eine einfache Zugangstür. Sie ‘muss’ mehr können als nur öffnen und schließen. Natürlich bleibt die Sicherheit die Grundlage, doch daneben spielen Bedienkomfort, Wartung, Automatisierung und effiziente Abwicklung eine immer größere Rolle. Vor allem die Kombination aus mechanischer Verriegelung und elektronischer Zugangstechnik sorgt dafür, dass Türkonzepte vielseitiger werden. Für Hersteller und Verarbeiter liegt die Herausforderung darin, Systeme zu entwickeln, die technisch viel leisten können, ohne die Produktion oder Montage unnötig zu verkomplizieren. Denn … bei einem Punkt dürfen keine Kompromisse eingegangen werden: Die Bequemlichkeit steht im Vordergrund.
SIEGENIA vereint im Rahmen des KFV-Programms verschiedene Arten von Mehrpunktverriegelungen: schlüsselbetätigte, knaufbetätigte, automatische und elektromechanische Lösungen. So lässt sich für jedes Projekt individuell festlegen, welches Maß an Sicherheit, Komfort und Automatisierung erforderlich ist. Das Prinzip bleibt unverändert: Eine Tür wird an mehreren Punkten verriegelt, während elektronische Komponenten zunehmend zusätzliche Funktionen bieten.
Joska Hissink, verantwortlich für den Vertrieb in den Niederlanden, erklärt: “Ein Beispiel dafür ist die automatische BS 3700, bei der sich die Verriegelung selbst justiert. Veränderungen aufgrund von Toleranzen, intensiver Nutzung oder einer leichten Verformung der Tür führen daher nicht automatisch zu einem Wartungsbedarf. Der Türflügel bleibt an mehreren Stellen im Türrahmen fixiert. Für den Verarbeiter ist vor allem wichtig, dass das System für Holz-, Kunststoff- und Aluminiumtüren geeignet ist und verschiedene Erweiterungsmöglichkeiten bietet.”
So lässt sich – laut Joska – eine automatische Mehrpunktverriegelung mit einem A-Öffner elektromechanisch entriegeln. Anschließend sind Anbindungen beispielsweise an eine Gegensprechanlage, einen Fingerscanner oder ein anderes Zugangskontrollsystem möglich. Für vollständig motorisierte Anwendungen bietet GENIUS Möglichkeiten, das Ver- und Entriegeln elektronisch zu steuern und in bestehende Gebäude- oder Zugangslösungen zu integrieren.
“Gerade bei der elektronischen Zugangstechnik bleibt auch die mechanische Basis relevant. Bei einem Stromausfall muss eine Tür beispielsweise weiterhin funktionsfähig bleiben, und im Nichtwohnungsbau können zusätzliche Anforderungen an Flucht- und Paniktüren gelten. Im Rahmen des Programms stehen daher Lösungen zur Verfügung, die weiterhin manuell über den Zylinder betätigt werden können, sowie Varianten, die den Anforderungen der Normen EN 179 und EN 1125 entsprechen. Die Wahl eines Schließsystems beginnt also nicht bei der Elektronik, sondern bei der Funktion, der Nutzungssituation und den erforderlichen Sicherheitsanforderungen.”
Dass die Technik immer umfangreicher wird, bedeutet laut Jóska nicht, dass die Verarbeitung komplizierter werden muss. “Für Tischler muss es vor allem einfach zu verarbeiten sein. Plug-and-Play ist die Grundlage”, sagt er. “Dieser Grundsatz spiegelt sich im modularen Aufbau unseres Sortiments wider. Einheitliche Maße und Bearbeitungen ermöglichen den Einsatz verschiedener Verschlussarten, ohne dass jedes Mal der gesamte Produktionsprozess geändert werden muss.”
Damit verlagert sich der Fokus zunehmend von einzelnen Schlössern hin zu kompletten Türkonzepten. Mechanische Sicherheit bildet dabei die Grundlage; Elektronik sorgt für zusätzlichen Komfort, Zugangskontrolle und Anbindungsmöglichkeiten. Dies kann sowohl für Neubauten als auch für Sanierungen interessant sein, da die Funktionalität auch später noch erweitert werden kann.
Hissink abschließend: “Der Verbraucher fragt nicht, welche Marke die Beschläge sind. Er will, dass sie funktionieren. So einfach ist das eigentlich.” Genau darin liegt die Herausforderung für den Fachmann: Technik einzusetzen, die zuverlässig funktioniert, sich effizient verarbeiten lässt und Raum für die Anforderungen von morgen lässt.

Nehmen Sie rechtmäßigen Kontakt auf mit SIEGENIA-GRUPPE.
Kontakt zu opnemen