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Sonnenschutz für die Fenster von morgen
Durch einen sonnenabhängigen Lamellenwinkel wird verhindert, dass direkte Sonnenstrahlen in den Raum gelangen, während gleichzeitig ein maximaler, diffuser Tageslichteinfall gewährleistet ist.

Sonnenschutz für die Fenster von morgen

Worauf es bei der Planung und der Produktauswahl in Zukunft ankommt

Durch den Klimawandel ändern sich die Anforderungen an Fenster und Sonnenschutz grundlegend. Wärmere Sommer, tropische Nächte, heftige Regenfälle und höhere Windlasten erfordern neue Lösungen für Komfort, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Warema entwickelt Sonnenschutzsysteme, die diesen Entwicklungen Rechnung tragen und zu einer zukunftssicheren Gebäudehülle beitragen.

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Ein Warema-Sonnenschutz kann optional über eine integrierte Solarzelle, einen Akku und einen programmierten Funkhandsender bedient werden – ganz ohne Netzanschluss, Wanddurchbruch oder zeitaufwändige Kabelverlegung. (Bild: Warema)

Für die Produktauswahl bedeutet dies, dass Sonnenschutzsysteme nicht mehr ausschließlich anhand ihrer Sonnenschutzleistung bewertet werden. Auch Faktoren wie Wind- und Schlagregendichtheit, Materialbeständigkeit gegenüber Hitze und UV-Strahlung, die Integration in das Fenster, Automatisierung und eine einfache Montage – insbesondere bei Renovierungen – gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Ein gut abgestimmter Außen Sonnenschutz ist eine der wirksamsten Maßnahmen gegen Überhitzung. Eine vom RTG in Auftrag gegebene Studie des Ingenieurbüros Prof. Dr. Hauser (IBH 4) zeigt, dass die Anzahl der Stunden mit Innentemperaturen über 26 °C durch den Einsatz von Außenbeschattung deutlich sinkt. Bei konventioneller Bedienung sinkt diese Zahl von 2.781 auf 512 Stunden pro Jahr. Mit automatischer Steuerung wird sie weiter auf 212 Stunden reduziert und in Kombination mit Nachtlüftung sogar auf nur 39 Stunden.

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Der jährliche Anteil an heißen Tagen mit Außentemperaturen von über 30 °C nimmt stetig zu. (Bild: RTG/Daten: DWD/Warema)

Für eine optimale Energienutzung müssen Fenster und Sonnenschutz als ein System betrachtet werden. Der Gesamtenergiewert (gtot) wird durch die Kombination aus Verglasung und Sonnenschutz bestimmt. Damit lässt sich nicht nur der Kühlbedarf im Sommer verringern, sondern auch der Wärmeverlust im Winter. Geschlossene Rollläden begrenzen den Energieverlust durch vorhandene Fenster erheblich und sorgen selbst bei moderner Dreifachverglasung noch für eine messbare Energieeinsparung. Gleichzeitig erhöhen Außenjalousien, Screens und Rollläden den Wohnkomfort durch ein optimales Gleichgewicht zwischen Tageslicht, Aussicht, Privatsphäre und Blendschutz.

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41% der eindringenden Wärmestrahlung kann bereits durch einen Lamellen-Sonnenschutz reflektiert werden. (Bild: Warema)

Die Folgen des Klimawandels erfordern zudem einen anderen Ansatz bei der Materialauswahl und der Detailplanung. Höhere Temperaturen, intensivere UV-Strahlung, stärkere Windbelastungen und heftige Regenfälle stellen höhere Anforderungen an die Stabilität, Langlebigkeit und Oberflächenbehandlung von Sonnenschutzsystemen. Auch Aspekte wie die Ausdehnung der Materialien und die Wahl zwischen Aluminium und Kunststoff verdienen daher bereits in der Entwurfsphase Beachtung.

Gerade bei der energetischen Sanierung bestehender Gebäude bieten sich große Chancen. Durch die Modernisierung von Fenstern und Sonnenschutz als integraler Bestandteil der Gebäudehülle lassen sich Gebäude besser auf zukünftige Klimabedingungen vorbereiten und die Klimaziele unterstützen. Für die Praxis sind dabei flexible, einfach zu montierende Systeme wichtig, die für unterschiedliche Sanierungssituationen geeignet sind und die Montagezeit verkürzen. Das Warema-Sortiment umfasst unter anderem Aufsatzsysteme, Schachtlösungen, Außenjalousien, Rollläden und Screens. Zusätzliche Module wie das SecuKit für die manuelle Notbedienung und das SolarKit mit integrierter Solarversorgung erhöhen die Sicherheit und vereinfachen Sanierungen ohne aufwendige Verkabelung. Auch das Geländersystem VisioNeo Sun und integrierte Insektenschutzvorrichtungen tragen zu Komfort und Funktionalität bei.

Neben der richtigen Produktauswahl bestimmt vor allem die Automatisierung die letztendliche Wirksamkeit des Sonnenschutzes. Intelligente Steuerungssysteme reagieren automatisch auf Sonneneinstrahlung, Temperatur und Wetterbedingungen, schützen die Anlagen und optimieren den Energieverbrauch des Gebäudes. Zusätzliche Einsparungen lassen sich erzielen, indem die Steuerung auf die tatsächliche Nutzung eines Gebäudes abgestimmt wird, beispielsweise durch Anwesenheitserkennung und Zeitpläne für Werktage, Wochenenden und Urlaubszeiten. So trägt automatisierte Sonnenschutztechnik nicht nur zu einem angenehmen Raumklima bei, sondern auch zu einer nachhaltigen und zukunftssicheren Gebäudehülle.

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Das Geländersystem VisioNeo Sun, das in fünf verschiedenen Ausführungen erhältlich ist, lässt sich nahtlos in den Sonnenschutz integrieren und eignet sich für energetische Sanierungen. (Bild: Warema)

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