Im Fassaden- und Wintergartenbau steigt der Druck: kürzere Projektdurchlaufzeiten, komplexere Geometrien, höhere Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Materialvielfalt. Vor allem Verarbeiter von Aluminium-, Stahl- und kombinierten Profilen mit Kunststoff benötigen heute Werkzeuge, die diese Komplexität beherrschbar machen – ohne dass jede Konstruktion zu einem groß angelegten CAD-Projekt wird. Genau hierfür bietet Klaes 3D die Lösung. Diese Software verbindet konstruktive Freiheit mit einem durchgängigen, digitalen Workflow.

Das Herzstück dieser Lösung ist ein offenes, äußerst flexibles Datenkonzept. Verarbeiter können ihre eigenen Profilsysteme, Beschläge und Konstruktionsdetails speichern oder mit vorgefertigten Basisdatenpaketen arbeiten und diese anpassen. Systeme aus Aluminium, Stahl und Holz-Aluminium lassen sich ebenso gut darstellen wie Kunststoffprofile – und vor allem frei miteinander kombinieren.
Dies ist vor allem bei Konstruktionen von Bedeutung, bei denen verschiedene Materialien zum Einsatz kommen, beispielsweise wenn tragende Strukturen aus Aluminium oder Stahl mit thermisch optimierten Kunststoffprofilen kombiniert werden. Sobald die Lösungen – beispielsweise ein Stahlverbundstab, eine Fenster- und Rahmenkonstruktion aus Aluminium oder eine hybride Fenster- und Rahmenvariante mit Kunststoff-Einsätzen – einmal definiert sind, können sie in allen weiteren Projekten wiederverwendet werden. Sie passen sich automatisch an unterschiedliche Winkel, Abmessungen und Geometrien an.
Alle Details lassen sich Schritt für Schritt in den Stammdaten ausarbeiten. Das Ergebnis wird sofort visualisiert. So können beispielsweise verschiedene Wandanschlüsse, Befestigungsdetails oder Profilkombinationen systematisch durchgespielt und zuverlässig standardisiert werden.

Ein wichtiges Merkmal von Klaes 3D ist das ‘3D-Röntgenbild’. Anstatt zeitaufwändige Testaufbauten zu erstellen, kann der Verarbeiter alle Schnitte und Bearbeitungen direkt auf dem Bildschirm überprüfen. Die Software folgt dem Prinzip ‘Parametrisieren und Visualisieren’. Bei jeder Änderung passen sich die Schnittlängen und -winkel aller Aluminium-, Stahl- und Kunststoffprofile sofort an. Knoten-, Rand- und Anschlussdetails sind im Querschnitt und in der 3D-Übersicht klar zu erkennen. Füllungen und Verglasungen reagieren automatisch auf Änderungen der Abmessungen oder anderer Raster.
Gerade bei tragenden Stahl- und Aluminiumkonstruktionen ist die Überprüfung der Verbindungen, Nähte und Verstärkungselemente von entscheidender Bedeutung. Klaes 3D bildet diese Geometrien präzise ab und macht auch komplexe Details transparent – von der Stahlverstärkung bis hin zur Kombination von Aluminiumprofilen mit Kunststoff-Verkleidungen. Diese ‘Werkstatt auf dem Bildschirm’ reduziert Fehler, gewährleistet die Ausführungsqualität und spart Zeit bei der Vorbereitung und Produktion.
Mit Klaes 3D facade wird der kaufmännisch-technische Arbeitsablauf ergänzt. Die Erweiterung deckt den gesamten Prozess ab: von der Auftragsannahme und Planung bis hin zur Kalkulation, Fertigung und Montage. Ein wichtiger Aspekt für Metallbauer und Systemhäuser ist, dass sie den Materialtyp auch bei fertigen Konstruktionen mit einem Klick ändern können – beispielsweise von Holz-Aluminium zu reinem Aluminium, von Aluminium zu Stahl oder zu einer Kombinationsvariante mit Kunststoffprofilen.
Die Software berechnet die Preise auf der Grundlage realistischer Maße und aller relevanten Details. So lassen sich verschiedene Materialkombinationen wirtschaftlich vergleichen, ohne dass jede Variante neu entworfen werden muss. Dies vereinfacht die Beratung, sorgt für Transparenz gegenüber dem Auftraggeber und bietet zusätzlichen Spielraum bei Ausschreibungen und Nachverhandlungen.
Klaes 3D sorgt für konsistente Daten – vom Entwurf über die Fertigung bis hin zur Montage. Aus dem 3D-Modell werden automatisch optimierte Produktionslisten für Aluminium-, Stahl- und Kunststoffprofile, Glas- und Profillisten mit allen Schnittdaten, Maschinenprogramme über Klaes CAM sowie Montageunterlagen mit strukturierten Montageschritten generiert.
Vor allem im Metallbau, wo die Materialkosten hoch sind, lohnt sich die exakte, automatische Berechnung der Schnittlinien. Fehler bei Längen oder Winkeln werden frühzeitig visualisiert, wodurch Verschwendung und Nachbearbeitung reduziert werden. Die Anbindung an CNC-Anlagen ermöglicht einen durchgängigen digitalen Produktionsfluss.
Fazit: Klaes 3D ist auf die praktischen Anforderungen von Unternehmen zugeschnitten, die mit Aluminium, Stahl und kombinierten Profilen mit Kunststoff für Fassaden arbeiten, aber auch für andere Konstruktionen wie Wintergärten, Pergolen, Terrassenüberdachungen oder vollständig verglaste Schiebekonstruktionen. Das System vereint Flexibilität bei der Materialauswahl, Präzision in der Detailkonstruktion und einen durchgängigen digitalen Workflow – von der ersten Idee bis zur Montage auf der Baustelle.
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