"Wir produzieren eigentlich für einen Nischenmarkt", eröffnet Marco van Veen das Gespräch. Marco ist einer der drei niederländischen Ansprechpartner im Team der Ventana Deutschland GmbH & Co. Das Unternehmen mit Sitz in Vreden, Deutschland, ist auf die Herstellung von Sonderformfenstern und Hebeschiebetüren spezialisiert. Wir befinden uns bei Ventana in Vreden und sprechen mit Marco und dem Vertriebs- und Marketingleiter Daniel Lechtenberg über ein einzigartiges Angebot, das Ventana zum "unsichtbaren Freund" der Fensterhersteller gemacht hat.
"Wir machen hier alles, was der Rahmenhersteller nicht machen kann oder will", eröffnet Marco das Gespräch. "Denken Sie an gewölbte oder runde Rahmen, Fenster und Türen oder Hebeschiebetüren. Wann bestellt ein Zargenhersteller bei uns? Ganz einfach, wenn er keine Zeit hat, sich selbst um solche Sonderformen zu kümmern, oder weil das Wissen dafür im Haus nicht vorhanden ist. Da Ventana mit namhaften Profilen aller großen Profilhäuser arbeitet, entspricht unsere Lieferung immer der einfachen Arbeit, die der betreffende Hersteller selbst leisten kann. Ventana liefert alles ohne Etikett. Für die Außenwelt ist der betreffende Hersteller also der Hersteller selbst. Der große Vorteil ist, dass Projekte, die spezielle Formen beinhalten, immer aus einer Hand angeboten und geliefert werden können. Das verhindert, dass der Kunde sich umschauen muss." Auch Kapazitätsauslastung und Platzmangel sind Gründe, bei Ventana zu bestellen.
Ventana ist also kein Konkurrent des Fensterherstellers, sondern eine Erweiterung seiner Produktion. "Wir produzieren sowohl Kunststoff als auch Aluminium", fährt Marco fort. "Wir stimmen sogar die Dichtungsgummis mit dem Kunden ab, so dass sich unsere Lieferung nicht von der Eigenproduktion unterscheidet. Auf diese Weise hat der Kunde keine Unterbrechung in seinem eigenen Produktionsprozess, spart Arbeitskräfte, hat keinen zusätzlichen Abfall und kein Produktionsrisiko. Aber er hat einen vorher vereinbarten Preis und volle Garantie. Schöner kann man es eigentlich nicht haben." Auch die Beschläge sind im Preis inbegriffen, per Sonderanfertigung und stimmen daher immer. Der Vorteil ist, dass der Kunde nicht ganze Verpackungseinheiten der Beschläge kaufen muss.
Das Biegen von Kunststoffprofilen ist eine Spezialarbeit und wird mit Heißluft oder in Glyzerinbädern durchgeführt. Aluminiumprofile werden gewalzt. "Wir arbeiten hier im Schichtbetrieb, um alle Aufträge abwickeln zu können", erklärt Marco. "Sowohl Holz- als auch Aluminiumverarbeiter schauen sich derzeit Kunststoff an, er wird immer beliebter."
Alles begann vor etwa 26 Jahren, als der Inhaber von Ventana feststellte, dass zwar gebogene Profile geliefert wurden, diese aber kein vollständiges Produkt darstellten. Er begann mit drei Mitarbeitern und beschäftigt heute 250 Personen in Vreden. "Wir haben auch Niederlassungen in Polen, Amerika und ein Verkaufsbüro in Italien und Frankreich", sagt Marco.
Die gewünschten Formen werden auf sehr unterschiedliche Weise an Ventana geliefert. Das kann eine bereits digitalisierte Zeichnung sein, aber meistens kommen Formen aus Sperrholz oder Karton. Ventana fotografiert diese Formen mit einem eigens entwickelten Verfahren und kann dann das kalibrierte Foto in das Zeichnungspaket extrahieren, woraufhin eine offizielle Arbeitszeichnung erstellt wird, die für die Produktion geeignet ist. "Das Tolle daran ist, dass wir dem Kunden auf der Grundlage dieser Zeichnung die korrekten Glasbestellgrößen liefern, so dass auch hier kein Risiko mehr besteht", erklärt Marco.
Daniel: "Wir sprechen die Sprache der Kunden, sowohl technisch als auch sprachlich. Wir beseitigen vorhandene Barrieren. Wer bei uns bestellt, bekommt die Hilfe und Anleitung, die er braucht. Der Mehrwert für unsere Kunden ist, dass sie nicht 'nein' verkaufen müssen. Wir machen wirklich alle geometrischen Formen und mögen es, herausgefordert zu werden. Ein 'Geht nicht' gibt es bei uns eigentlich nicht." Die von Ventana hergestellten Produkte erfüllen alle Anforderungen an die Luftdichtheit, unabhängig von ihrer besonderen Form. "Es mag ein Nischenprodukt sein, aber wir haben die Produktion als Serienprodukt organisiert. Wir investieren in Maschinen und eigene Software. Das macht uns auch für die großen Profilhäuser selbst interessant, weil wir für sie Kleinserien produzieren können. Unser Verhältnis zu den Profilhäusern ist sehr gut, wir tauschen untereinander viel Wissen aus", so Daniel abschließend.