„Vorfertigung“ ist das Stichwort
Ergon Jobs hat einen Kurswechsel vollzogen. Durch gezielte Kampagnen im Ausland, die Präsenz auf lokalen Stellenportalen und einen straff optimierten Rekrutierungsprozess werden heute immer häufiger selbstständige Fachkräfte gefunden. Und das zahlt sich aus. “Erst letzte Woche haben wir über Partner fünf Kandidaten erhalten, während über unsere eigenen Kanäle etwa fünfzig bei uns eingingen”, sagt ein begeisterter Tim van Lierop, Operational Manager bei Ergon Jobs. Dieser Wandel markiert eine neue Phase für das Unternehmen, das selbst in einem unruhigen Markt voll und ganz auf weiteres Wachstum setzt.
Ergon Jobs konzentriert sich ausschließlich auf die Vermittlung von Fachkräften für den Fassadenbau. Lange Zeit lag der Schwerpunkt vor allem auf der Montage vor Ort. Inzwischen hat sich dieses Bild stark gewandelt. “Früher betrug das Verhältnis etwa achtzig Prozent Montage- und zwanzig Prozent Produktionspersonal. Jetzt hat sich das Verhältnis fast vollständig umgekehrt”, sagt Van Lierop. Diese Entwicklung ergab sich zum Teil von selbst, passt aber offenbar gut zum aktuellen Markt, auf dem viel mehr vorgefertigt wird, sowie zum Bedürfnis nach mehr Stabilität innerhalb des Unternehmens.
Vor allem die Konzentration auf das Produktionspersonal sorgt für Ruhe. “Während Montagearbeiter ständig von Projekt zu Projekt reisen, bietet die Überlassung von Produktionsmitarbeitern viel mehr Kontinuität. Das erleichtert auch die Unterbringung erheblich. Ein Produktionsstandort ist fest gegeben, der Montagestandort wechselt hingegen ständig. Außerdem sind Produktionsmitarbeiter leichter zu finden und schneller einsetzbar”, sagt Van Lierop. Dennoch bleibt Flexibilität ein wichtiger Bestandteil der Arbeitsweise von Ergon Jobs. Das Unternehmen ist bekannt für seine schnelle Reaktionsfähigkeit. “Am Freitag habe ich noch mit einem Bewerber aus Rumänien gesprochen, am Dienstag war er bereits auf der Baustelle in Eindhoven. So kurzfristig planen wir schon seit Jahren.”

Die größte Veränderung bei Ergon Jobs betrifft derzeit den Rekrutierungsprozess. Bis vor kurzem war das Unternehmen fast vollständig auf externe Partner im Ausland angewiesen. Das änderte sich im September 2025, als beschlossen wurde, die Personalbeschaffung zunehmend selbst in die Hand zu nehmen. Seitdem wird der Ansatz jedes Quartal weiter optimiert. “Die Kollegen Agnes und Krzysztof spielen dabei eine zentrale Rolle. Über internationale Stellenportale, gezielte Anzeigen und lokale Kampagnen werden Fachkräfte aktiv angesprochen. Wir investieren viel in Schulungen, Wissen und Beratung, um diesen Prozess kontinuierlich zu verbessern”, so van Lierop.
Die Ergebnisse sind bemerkenswert gut. “Vor allem erfahrene Fachkräfte aus Polen, Rumänien und Bulgarien bewerben sich immer häufiger direkt bei uns. Wir gewinnen nun regelmäßig Mitarbeiter, die beispielsweise über zehn Jahre Erfahrung mit einem bestimmten Fassadensystem verfügen. Solche Profile wurden uns über Partner bisher kaum angeboten”, sagt Van Lierop sichtlich stolz. “Ein weiterer Vorteil ist, dass viele ausländische Fachkräfte vielseitiger einsetzbar sind. In den Niederlanden sind Produktionsaufgaben oft in isolierten Bereichen auf verschiedene Abteilungen verteilt, während Mitarbeiter im Ausland daran gewöhnt sind, den gesamten Prozess durchzuführen: von der Produktion bis zur Montage. Sie sind oft vielseitig einsetzbar. Das erleichtert es, schnell zu reagieren, wenn irgendwo Ausfälle auftreten.”
