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Fassadengebäude 60 spielt mit der Sonne
Architekt Menno Top von LA Architects and Engineers.

Fassade Gebäude 60 spielt mit der Sonne

Mit dem Bau von Gebäude 60 hat der Campus von Vanderlande in Veghel einen neuen architektonischen Blickfang erhalten. Das siebenstöckige Bürogebäude mit einer Fläche von rund 15.000 m2 Es bietet Platz für 800 Arbeitsplätze, ein Tagungszentrum, ein Betriebsrestaurant und Raum für Sport. Der markante Charakter des Gebäudes wird weitgehend durch eine transparente Glasfassade und ein spezielles Linienmuster aus weißen Fassadenlamellen bestimmt. Eine einzigartige Erfindung des Architekten Menno Top von LA Architects and Engineers.

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Der Sonnenstand bestimmte die Richtung und Tiefe der Fassadenlamellen.

Vanderlande entwickelt und fertigt große, komplexe und innovative Gepäck- und Sortiersysteme für Flughäfen, Postdienste und Lagerhäuser. Der Hauptsitz befindet sich an einem exponierten Standort an der Autobahn A50 in Veghel, an der Ecke des Vanderlande Campus. In den letzten Jahren sind hier mehrere beeindruckende Bürogebäude entstanden, von denen das Gebäude 60 das jüngste ist. LA Architects and Engineers ist seit 2014 für die Planung der Gebäude, einschließlich des neuen Hauptsitzes, verantwortlich. 

"Es ist wichtig, dass alle Gebäude auf dem Campus eine Familie bilden", sagt Top. "Der Hauptsitz ist das Logo des Unternehmens, zu dem die anderen Gebäude in Aussehen und Atmosphäre passen sollten. So waren beispielsweise ein überwiegend weißes Gebäude und klare Linien unerlässlich." 

Ein weiteres auffälliges Merkmal des neuen Gebäudes sind die "Baumsäulen" aus Cortenstahl unter dem Vordach der Außenterrasse, die den überwiegend strengen und technischen Innenraum durchbrechen und eine Verbindung zur Natur herstellen. Die Unterseite der Überdachung ist mit hölzernen Deckenlatten verkleidet, die sich im Betriebsrestaurant und in den Passerellen der Landschaft harmonisch fortsetzen.

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Ein weiteres auffälliges Merkmal des neuen Gebäudes sind die "Cortenstahl-Baumsäulen" unter dem Vordach der die Außenterrasse.

BREEAM-NL 'Hervorragend'

Neben den funktionalen und ästhetischen Prinzipien unterlag das Gebäude 60 einem hohen Nachhaltigkeitsanspruch: BREEAM-NL 'Outstanding'. "Eine wichtige Rolle spielt dabei die Fassade", sagt Top. "Gebäude 60 hat eine Größe von 40×50 Metern. Um so viel natürliches Licht wie möglich in das Gebäude eindringen zu lassen, wurde eine Ganzglasfassade entworfen. Die Wahl fiel auf das ConceptWall 50-HI-System von Reynaers Aluminium, das sich durch große Gestaltungsfreiheit, hohe Isolierwerte und maximale Transparenz auszeichnet. Dies gewährleistet auch eine optimale Aussicht auf die Umgebung." 

Um zu verhindern, dass sich das Gebäude durch die starke Sonneneinstrahlung aufheizt, haben LA Architects and Engineers eine geschickte Kombination aus Beschattung und Linienführung gewählt. "Wir wollten verhindern, dass sich das Gebäude drei Viertel des Jahres zu sehr aufheizt", sagt Top. "Aber wir wollten auch vermeiden, dass unnötige Energie für die Kühlung aufgewendet wird. Dank der Vordächer können wir die Sonnenwärme auf nachhaltige Weise kontrollieren." 

Rund um die Sonne

Der Sonnenstand bestimmte die Richtung und Tiefe der Fassadenlamellen. Oben: "Sie können sehen, wie sich die Lamellen um das Gebäude herum verändern. Auf der Nordostseite haben wir zum Beispiel eher flache vertikale Lamellen gewählt, die die tief stehende Morgensonne abhalten. Auf der Südostseite wechseln wir zu tieferen horizontalen Lamellen, weil hier auch die höhere Nachmittagssonne abgehalten werden muss. Auf diese Weise profitieren die Mitarbeiter von reichlich Tageslicht, werden aber nicht durch die Hitze der Sonne behindert." Die dicksten Horizontallamellen befinden sich naturgemäß auf der Südwestseite. "Danach wechselt die Konstruktion wieder zu vertikalen und flacheren Lamellen auf der Nordwestseite."

Keine Wärmebrücken

Während die weißen Linien des Hauptsitzes aus Mikrobeton bestehen, hat man sich bei Gebäude 60 ganz bewusst für weißes Aluminium entschieden. Dadurch konnte eine erhebliche Gewichtseinsparung erzielt werden, sagt Top. "Die Lamellen stützen sich direkt auf den Vorhangfassaden ab. Um dies zu ermöglichen, mussten wir einige Herausforderungen meistern. Schließlich ist die Fassade der thermische Begrenzer des Gebäudes. Alles, was man an diese Fassade hängt, muss statisch befestigt werden. Das hat zur Folge, dass Wärmebrücken lauern. Wie können wir diese Wärmebrücken richtig und intelligent überwinden? Gemeinsam mit Reynaers Aluminium, dem Fassadenbauer Thermo Konstrukties und dem Monteur der Aluminium-Vordachbänder Aldowa haben wir eine geeignete Lösung in Form von speziellen Befestigungsbügeln entworfen und berechnet, die in die Pfosten der Vorhangfassade eingehängt werden. Von diesen wurde auch ein Modell angefertigt. Kurz vor der Fertigstellung wurde die Luftdichtheit von Gebäude 60 getestet. Dabei zeigte sich, dass unsere Entscheidung für eine Befestigung auf den Pfosten der Vorhangfassade statt durch sie hindurch sehr gut war. Die Luftdichtheitsprüfung ergab einen qv;10-Wert von 0,06 statt der vorgeschriebenen 0,3. Eine Leistung, auf die wir unglaublich stolz sind!  

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